Als ausländischer Student in Deutschland arbeiten: Was gibt es zu beachten?

Viele Studenten möchten während ihres Studiums in Deutschland arbeiten. Sie wollen berufliche Erfahrungen sammeln oder Geld verdienen, um sich mehr leisten zu können. Beim Arbeiten in Deutschland als ausländischer Student gibt es ein paar Dinge zu beachten.

Studium muss im Vordergrund stehen

Dein Studium muss trotz Arbeit weiterhin im Vordergrund stehen. Auch für die Sozialversicherungspflicht ist wichtig, dass du immatrikuliert bist und hauptsächlich studierst. Der Job ist dem Studium unterzuordnen.

Wie viel darf ich arbeiten?

Die Arbeitszeit pro Woche darf im laufenden Semester nicht mehr als 20 Stunden aufweisen. Allerdings gibt es hierzu Ausnahmen, solltest du vornehmlich am Wochenende, nachts oder am Abend arbeiten. Für die vorlesungsfreie Zeit und damit für die Semesterferien greift diese Regelung nicht.

Beachte auch, dass du nach dem Ausländerrecht zwar als ausländischer Student eine Beschäftigung ausüben darfst, diese aber auf 120 Tage oder 240 halbe Tage limitiert ist. Achtung: Diese Beschränkung gilt nicht während der studienvorbereitenden Maßnahmen im ersten Jahr des Aufenthaltes. Das ist im § 16 Abs. 3 Aufenthaltsgesetz fixiert.

Wie ist das mit den Sozialversicherungsbeiträgen?

Deutschland hat ein strenges Arbeits- und Steuerrecht. Arbeitest du nicht mehr als 20 Stunden während des Semesters, gibt es keine Sozialversicherungspflicht in der Kranken-, Pflege – und Arbeitslosenversicherung. Weder du noch dein Arbeitgeber zahlen daher Beiträge zur Sozialversicherung.

Diese Regelung greift nicht für die Rentenversicherung, sofern du mehr als 450 Euro im Monat verdienst – in der vorlesungsfreien Zeit und während des Semesters. Dann teilen du und dein Arbeitgeber euch die Beiträge zu je 50 %.

Jobbst du während des Semesters mehr als 20 Stunden, fallen für gewöhnlich Sozialversicherungsbeiträge an. Eine Ausnahme gibt es, wenn du einen Job annimmst, der auf maximal zwei Monate begrenzt ist oder nur ein Arbeiten am Wochenende, nachts oder abends vorsieht.

Was ist ein Minijob?

In Deutschland ist ein Minijob eine Beschäftigung, bei der du monatlich nicht mehr als 450 Euro verdienst. Bei ihm entfallen die Sozialversicherungsbeiträge. Hast du allerdings zwei oder mehr Minijobs für 450 Euro, greift diese Regel nicht mehr. Es zählt demnach die 450-Euro-Grenze.

Wie bekomme ich einen Sozialversicherungsausweis?

Nimmst du in Deutschland erstmalig eine Arbeit auf, brauchst du einen Sozialversicherungsausweis. Du musst dich darum nicht kümmern, das macht dein Arbeitgeber. Er erhält deine Sozialversicherungsnummer und du findest deinen Sozialversicherungsausweis in der Post.

Kann ich auch steuerfrei in Deutschland neben dem Studium arbeiten?

Grundsätzlich bist auch du als ausländischer Student einkommensteuerpflichtig. Allerdings gibt es Freibeträge für Studenten. Bleibst du unter diesen, zahlst du in der Regel keine Steuer auf dein Einkommen.

Übersteigst du die Freibeträge, aber verschweigst du das dem Finanzamt, machst du dich straffällig. In Deutschland wird dies als Schwarzarbeit bezeichnet. Schwarzarbeit ist strafbar – für den Arbeitgeber und für dich als Steuerhinterzieher.

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