Was ist ein Schengen-Visum?
Du planst, nach Deutschland oder Europa zu kommen – zum Studieren, Arbeiten oder Leben? Dann ist das Schengen-Visum oft der erste Schritt. Hier erfährst du, für wen es geeignet ist, was es kostet und worauf du achten musst.
Wissenswertes auf einen Blick
- Das Schengen-Visum erlaubt einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen in einem der 29 Schengen-Mitgliedstaaten – ohne Grenzkontrollen zwischen diesen Ländern.
- Der Name geht auf die luxemburgische Gemeinde Schengen zurück, wo 1985 das zugrundeliegende Abkommen unterzeichnet wurde.
- Für dauerhafte Aufenthalte zum Studieren, Arbeiten oder Leben ist stattdessen ein nationales Visum oder ein Aufenthaltstitel erforderlich.
- Bürger vieler Staaten – u. a. Australien, Brasilien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich und die USA – sind von der Visumpflicht befreit.
- Ein Schengen-Visum für Deutschland kostet 80 Euro; Kinder unter 6 Jahren sowie Studierende, Schüler und Lehrpersonal zu Studien- oder Ausbildungszwecken sind gebührenbefreit.
- Der Antrag wird bei der deutschen Botschaft oder dem Generalkonsulat im Heimatland gestellt; bei der Erstbeantragung ist persönliches Erscheinen Pflicht.
- Die Bearbeitung dauert bis zu 14 Arbeitstage – in der Hauptreisezeit auch länger.
- Eine Reisekrankenversicherung mit mindestens 30.000 Euro Deckung ist für den Visumantrag verpflichtend.
Das Schengen-Visum: Was du wissen musst
Es erlaubt Reisenden, sich bis zu 90 Tage in einem der 29 Schengen-Mitgliedstaaten aufzuhalten – und zwar ohne Grenzkontrollen zwischen diesen Ländern. Der Name geht auf die luxemburgische Gemeinde Schengen zurück, wo das zugrundeliegende Abkommen 1985 unterzeichnet wurde.
Wichtig für dich: Das Schengen-Visum deckt kurzfristige Aufenthalte ab. Wer dauerhaft in Deutschland studieren, arbeiten oder leben möchte, braucht stattdessen ein nationales Visum oder einen Aufenthaltstitel.
Welche Länder gehören zum Schengen-Raum?
Aktuell umfasst der Schengen-Raum 29 Staaten:
Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn.
Mit einem gültigen Schengen-Visum kannst du dich innerhalb dieser Länder frei bewegen – ideal für Reisen oder erste Orientierungsaufenthalte.
Warum heißt es Schengen-Visum?
Nahe an der Grenze zu Frankreich und Deutschland liegt die luxemburgische Gemeinde Schengen. In Schengen wurde im Jahr 1985 das Schengener Abkommen unterzeichnet. Das ist eine Vereinbarung unter den europäischen Staaten, keine Kontrollen an ihren Grenzen durchzuführen. Alle diese Staaten zusammengefasst nennt man auch den "Schengen-Raum" oder die "Schengen-Staaten".
Wer braucht ein Schengen-Visum – und wer nicht?
Staatsangehörige der Schengen-Länder benötigen selbstverständlich kein Visum. Darüber hinaus sind Bürgerinnen und Bürger vieler weiterer Staaten von der Visumpflicht befreit, darunter Australien, Brasilien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich, die USA sowie zahlreiche weitere Länder.
Kommst du aus einem Land, das nicht auf dieser Befreiungsliste steht, und möchtest du für bis zu 90 Tage in den Schengen-Raum einreisen, brauchst du ein Schengen-Visum.
Für längere Aufenthalte nicht geeignet: Wer in Deutschland studieren, forschen oder arbeiten möchte, benötigt ein nationales Visum – das Schengen-Visum reicht dafür nicht aus und lässt sich auch nicht nachträglich umschreiben.
Was kostet ein Schengen-Visum?
Ein Schengen-Visum für Deutschland kostet 80 Euro. Dabei handelt es sich um eine Bearbeitungsgebühr, die unter bestimmten Umständen erlassen oder reduziert werden kann. Für Kinder unter 6 Jahren muss beispielsweise keine Gebühr bezahlt werden. Schüler, Studenten, Lehrpersonal und andere Personen, die zu Studien- oder Ausbildungszwecken nach Deutschland einreisen wollen, sind ebenfalls von der Gebühr befreit. Hier finden Sie weitere Details zu den Gebühren bei der Beantragung des Schengen-Visums.
So beantragst du ein Schengen-Visum
Der Antrag wird bei der deutschen Auslandsvertretung in deinem Heimatland gestellt – in der Regel bei der Deutschen Botschaft oder dem Deutschen Generalkonsulat. Wer erstmals ein Schengen-Visum beantragt, muss persönlich erscheinen.
Da die Bearbeitung bis zu 14 Arbeitstage – in der Hauptreisezeit auch länger – dauern kann, solltest du deinen Antrag mindestens drei Wochen vor der geplanten Einreise einreichen.
Welche Unterlagen werden benötigt?
- Ausgefülltes Antragsformular (Schengen-Visum Typ C)
- Gültiger Reisepass (max. 10 Jahre alt, mind. 3 Monate nach Rückreise gültig) + 2 biometrische Fotos
- Nachweis des Reisezwecks: Einladungsschreiben, Hotelbuchung, Flugtickets o. Ä.
- Nachweis ausreichender finanzieller Mittel (z. B. Kontoauszüge der letzten 3 Monate)
- Reisekrankenversicherung (mind. 30.000 € Deckung, gültig in allen Schengen-Staaten)
Die Krankenversicherung: ein Muss für das Schengen-Visum
Ohne eine gültige Auslandskrankenversicherung wird das Schengen-Visum in aller Regel verweigert. Die Versicherung muss mindestens 30.000 Euro bei medizinischen Notfällen abdecken, in allen Schengen-Staaten gelten und die gesamte Aufenthaltsdauer abdecken.
Planst du einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland – etwa zum Studieren oder Arbeiten – brauchst du eine entsprechende Krankenversicherung, die genau diesen Anforderungen entspricht.
Wenn du eine passende Versicherung für dein Schengen-Visum Typ C suchst, ist es sinnvoll, auf Tarife zu achten, die exakt auf die Anforderungen für Schengen-Aufenthalte zugeschnitten sind. Provisit Visum erfüllt diese Kriterien und kann direkt für die Visumsbeantragung genutzt werden.